Bonner Fahnenfabrik

Bonner Fahnenfabrik

Die Bonner Fahnenfabrik, die im letzten Jahrhundert eine der größten Produktionsstätten ihrer Art Deutschlands war, ist ein wichtiger Bestandteil der Industriegeschichte Bonns. Im Auftrag von Cube Real Estate und gemeinsam mit dem Rotterdamer Büro Mei Architects verwandeln Gaus Architekten diese Fabrik unter Beibehaltung des historischen Charmes in ein modernes Wohn- und Arbeitsquartier.

Durch den Erhalt der architektonischen Stilelemente der Fabrik – ein gemeinsamer Anspruch des Bauherrn und der Architekten – bleibt die besondere Geschichte der Fabrik lebendig. In Kombination mit drei ergänzenden Wohngebäuden entsteht für die Bonner ein moderner, attraktiver Ort zum Treffen, Verweilen, Wohnen und Arbeiten.

Geschichte: Die Bonner Fahnenfabrik ist eine der wichtigsten Stiftungen jüdischer Unternehmer in Bonn. Das Unternehmen wurde 1866 von Josef Meyer als Dekorationsartikel- und Tapetengeschäft gegründet. Die Nachfrage nach Fahnen stieg und aufgrund des Verkaufserfolges ließ sich das Unternehmen 1928 in dem charakteristischen, ursprünglich als Kaserne erbauten Gebäude in der Römerstraße 303-305 nieder. Das Hauptgebäude des heutigen Fabrikkomplexes ist ein ehemaliges dreigeschossiges Kasernengebäude, ca. 110 Meter lang, mit einer auskragenden Gaube in der Mitte und zwei Ecktürmen zum Innenhof. Von der Autobahn, an der südöstlichen Spitze des Firmengeländes, befindet sich ein markanter Schornstein mit den erkennbaren weißen Buchstaben „BOFA“.

Bonner Fahnenfabrik
Bonner Fahnenfabrik

Status quo: Das Ensemble liegt direkt an der Autobahn A565, 450 Meter vom Rhein entfernt. Anfangs frei von umgebenden Gebäuden, wurde die Ensemble in den 1950er/60er Jahren eingebettet und auch von umgebenden Wohnbebauungen isoliert. Die Umwandlung in ein lebendiges Wohn- und Arbeitsgebiet verbindet die Bonner Fahnenfabrik wieder mit dem angrenzenden Stadtteil.

Die Entwurfsidee sieht vor, ein angenehmes Wohnumfeld zu schaffen. Im Mittelpunkt des Designs stehen Nutzerkomfort, Verbindung, Nachhaltigkeit und Atmosphäre. Die Bonner Fahnenfabrik wird ein neuer zentraler Ort für Anwohner*innen zum Wohlfühlen. Um ein möglichst gesundes und angenehmes Wohnumfeld zu schaffen, ist es das Ziel, den Lärm der Autobahn und den Feinstaub fernzuhalten. Einrichtungen der Shared Mobility, wie ein smarter Fahrrad-Hub, Angebote für Urban Farming und quartiersbezogene Grünanlagen stehen Bewohnern, Nutzern und Anwohnern gleichermaßen zur Verfügung. Der Nutzungsmix soll aus großen und kleinen Unternehmen, Gastronomie und einer Vielfalt an Wohnungen für unterschiedliche Zielgruppen bestehen.

Projektdaten

Projekttitel: "Bonner Fahnenfabrik" (BOFA)

Auftraggeber: Cube Real Estate

Aufgabe: Transformation einen industriehistorischen Fabrikkomplexes zu einem gemischten Wohn-, Arbeits- und Freizeitquartier

Besonderheiten: Bauen im Bestand, Transformation unter Nutzung und Erhalt historischer Gebäudestrukturen, Kooperation mit Mei Architects aus Rotterdam

Zeitplan: Der Baubeginn ist für August 2022 geplant, die Fertigstellung des Projekts soll im ersten Quartal 2024 erfolgen.

Copyright: Visualisierungen von Mei Architects

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